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07 | 01 | 2009
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Selbstverriegelndes Anti- Panik- Einsteckschloss Wilka 5495

Selbstverriegelndes Anti- Panik- Einsteckschloss Wilka 5495 Selbst- verriegelndes Anti-Panik-Einsteckschloß für Falz- und Stumpftüren, für Profilzylinder vorgerichtet, einteilige Nuß in 2 Ringen gelagert, 20 mm Riegelausschluß, vierfach verschraubte Decke mit geschlossenem Kasten, Stulp aus Nirosta, Falle und Riegel poliert vernickelt, Staub- und Späneschutz durch Stahlbuchsen. ...
Aufsperrsicherheit E-Mail

Definition: Aufsperrsicherheit ist der Grad der Erschwerung, die Sperrorgane eines Schließzylinders, gewaltlos mit geeigneten Hilfsmitteln ohne Kenntnis des zugehörigen Schlüssels, zerstörungsfrei zu überwinden. Zylinderöffnung mittels Picking

Die praktizierten Methoden sind hierbei das Aufsperren mit geeignetem Sperrwerkzeug dem Hobbs´schen Verfahren. Die Sperrelemente - ursprünglich und auch heute noch hauptsächlich die konventionellen Stiftzuhaltungen - werden durch leichtes Drehen des Zylinderkernes an der Trennlinie zwischen Zylinderkern und -gehäuse unter Spannung gesetzt. Durch Hinunterdrücken jedes einzelnen Stiftpaares mit dem Tastbesteck wird versucht, diese Trennlinie zu „erfühlen“ und mit der Trennung zwischen den Stiftpaaren (zwischen Gehäuse- und Kernstift), in Deckung zu bringen.

Beim Arbeiten mit diesem Gerät schnellt eine in den Schlüsselkanal eingeführte Schlagzunge die Stiftzuhaltungen gegen den Federdruck nach unten (Profilzylinder mit untenliegenden Stiftzuhaltungen). Für den Gebrauch bei Profilzylindern gemäß DIN 18 252 bzw. DIN V 18 254 ist die Pistole über Kopf anzuwenden. Der Grund liegt darin, daß dieses Gerät für Zylinder entwickelt wurde, bei denen die Stiftzuhaltungen - wie bei deutschen Rundzylindern - Zylinderöffnung mittels Pickingoben liegen. Gelingt es, bei geschickter Dimensionierung des Drehmomentes auf den Zylinderkern, wohl dosiertes Anbringen des Prellschlages und entsprechendes Timing alle Stiftzuhaltungen gleichzeitig in Öffnungsstellung zu bringen, kann ein Schließvorgang durchgeführt werden. Der bisweilen beschriebene Vorgang, daß die Stiftpaare wie zwei Billardkugeln auseinanderprellen und in diesem Bereich die Trennlinie zwischen Zylinderkern und -gehäuse freigeben, konnte in Laborversuchen bisher nicht nachgewiesen werden. Vielmehr erweisen sich diese Vorgänge bei genauer Analyse als das klassische Hobbsche Öffnungsverfahren, nur daß die Bewegungsvorgänge schneller als beim manuellen Picken ablaufen und weniger kontrolliert sind. Dies gilt auch für die Anwendung des nachfolgend beschriebenen sogenannten Elektro Pick.

Eine Weiterentwicklung des Pickens mit der Picking Pistole ist das Arbeiten mit dem sogenannten Elektro Pick. Der bei der mechanischen Picking Pistole einmalige Schlag der Zunge wird beim Elektro Pick mit einer Frequenz von mehreren Schlägen pro Sekunde ausgeführt. Gleichzeitig wird der Zylinderkern mit dem Federspannhebel unter Drehspannung gesetzt. Die Zuhaltungselemenre bleiben bei geschickter Handhabung nacheinander an der Trennebene zwischen Zylinderkern und -gehäuse hängen und ermöglichen einen Schließvorgang.

Zylinderöffnung mittels Picking
Ausgangszustand:
Die Stiftpaare blockieren die Öffnungsebene E. Mit dem Spannhebel S wird von Hand ein leichtes Drehmoment angelegt.
Durch Vibration der Picknadel P werden die Stiftpaare in vertikale Auf- und Abwärtsbewegung versetzt. Die Stiftpaare bleiben bevorzugt in der Öffnungsebene hängen. Wenn alle Stiftpaare in der Öffnungsebene ausgerichtet sind, wird der Zylinderkern mit dem Spannhebel verdreht und der Öffnungsmechanismus freigegeben.

Verschiedene, im Nachfolgenden aufezeigte Maßnahmen wirken gegen das Aufsperren bzw. verhindern es. An ihnen liegt es auch, daß diese Zylinderöffnung mittels PickingVerfahren in der Gesamtstatistik der Notöffnungen eine unbedeutende Rolle spielen. In der Kriminalstatistik ist eine genaue Einschätzung schwierig, weil Spuren oft nicht erkannt und untersucht werden. Dort, wo das Aufsperren in krimineller Absicht ausgeführt wird, ist dies Verfahren besonders gefährlich, weil es wiederholbar ist, ohne daß dieser Uberwindungsvorgang am Schließzylinder Parazentrisches Profil eines Schlüsselkanalsbemerkt wird. In Abhängigkeit von „der Präzision der Zuhaltungselemente, Stiftbohrungen in Kern und Gehäusen hinsichtlich Maß-, Form- und Lagetoleranzen, der Zahl und Anordnung der wirksamen Stiftzuhaltungen“, kann bei geschicktem Vorgehen unter Umständen ein Schließvorgang erzielt werden. Auch hat die jeweilige „Schließung“ des betreffenden Zylinders einen erheblichen Einfluß auf die Erfolgswahrscheinlichkeit. Zylinder mit sehr nahe beieinanderliegenden „Kerbwerten“ in einer Schließung sind leichter aufzutasten als solche mit großen Kerbensprüngen. Entscheidend ist auch, ob zusätzliche, nicht konventionelle, gefederte Zuhaltungselemente im Schließzylinder wirksam sind. Parazentrische und enge Profile des Schlüsselkanals sind bei konventionellen Stiftsystemen die wirksamste Maßnahme gegen vorgenannte Methode. Ein Profil wird dann als parazentrisch bezeichnet, wenn die Mittellinie des Schlüsselkanals im Bereich der Zuhaltungsstifte von jeder Seite mindestens einmal von der Schlüsselkanalkontur berührt oder überschritten wird. Hierdurch wird die Bewegungsfreiheit von Auftastwerkzeugen der vorher beschriebenen Art derart behindert, daß das Auftasten erschwert oder verhindert wird. Dies gilt für Tastbestecke, Picking Pistole und Elektro Pick. Parazentrische Profile findet man heute bei allen höherwertigen Einzelschließungen und Schließanlagenprofilen. Die Präzision der Zuhaltungselernente sowie Maß-, Form- und Lagetoleranzen der Stiftbohrungen in Kern und Gehäusen spielen heim Auftastvorgang eine entscheidende Rolle. Sie gehören zu den von außen nicht unmittelbar sichtbaren Qualitätsmerkmalen eines hochwertigen Schließzylinders.

Stiftzuhaltungen, die Trennebenen vortäuschen

Stiftzuhaltungen

Stiftzuhaltungen

Trennlinien zwischen Gehäuse- und Kernstift können durch verschiedenartige Ausbildung von Stiften und Bohrungskanten vorgetäuscht werden. Beim Auftastversuch bleiben die Zuhaltungen mit ihren Kanten an der Trennlinie zwischen Zylinderkern und -gehäuse hängen, ohne den Schließvorgang freizugeben.

Anordnung von Stiftzuhaltungen in verschiedenen Ebenen

Sind Stiftzuhaltungen derart angeordnet, daß sie in der beschriebenen Weise vom Tastbesteck oder Pickwerkzeug nicht betätigt werden können, ist ein Auftasten oder -picken mit vorgenannten Methoden außerordentlich erschwert. Dasselbe gilt für weitere aktive Zuhaltungselemenre, die zusätzlich zu den konventionellen Stiftzuhaltungern angeordnet und / oder durch Tastwerkzeuge gar nicht erreichbar sind. Beispiele hierfür sind hochwertige Wendeschlüsselsysteme, Schließsysteme mit zusätzlichen aktiven Abtastungen wie Wippen, Kipphebel oder Fingerstifte und axiale Aufsperrsicherungen. Als erschwerend, aber nicht als genereller Schutz, wird eine hohe Zahl von Stiftzuhaltungen angesehen. Hochwertige Schließzylinder konventioneller Bauart haben bis zu sieben Stiftzuhaltungen.

 
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