| Schließanlagen - Grundsätzliches |
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Damit man nicht einen unbequemen, hosentaschenzerfetzenden und sperrigen Schlüsselbund mit zig verschiedenen Schlüsseln tragen und an den Türen nicht jedesmal völlig entnervt Schlüssel sortieren muß, gibt es die bequeme und zugleich auch sichere Schließanlage.Aber so einfach ist das auch wieder nicht. Man muß sich schon genau informieren, um die richtige Verschluß-Anlage, die wie ein Maßanzug passen muß, planen zu können.
Mit solchen Schließanlagen ist man meistens betrogen, weil diese kaum registriert werden, kaum erweiterungsfähig sind, und in Bezug auf Ausrüstung des Zylinders und die Art des Schlüssels, äußerst wenig Sicherheit bieten. Der erste Schritt in Richtung Schließanlage wäre die Anschaffung von gleichschließenden Zylindern. Diese aber, bitte nicht im Normalprofil, sondern durch eine Sicherungskarte weitgehend geschützt, und in einem Sicherheitskreislauf integriert ist (Nachschlüssel nur gegen Vorlage der Sicherungskarte beim Handel). Bei gleichschließenden Zylindern in codierter Schließung hat man dauernd eine Pseudo-Hauptschlüssel-Anlage, denn mit einem Schlüssel kann man alle betreffenden Zylinderverschlüsse betätigen, weil alle Zylinder gleichschließend sind, also den gleichen Schlüssel und die gleiche Schließung (innere Schließausrüstung des Zylinders) haben. Hier kann man schon den guten Schlüssel an der Spezialprofilierung (Längsprofil) und meistens am Material in gelblicher Neusilber-Legierung erkennen. Schließanlagen, ob Z-, HS-oder GHS-Anlagen, werden bei allen Herstellern durch das Kombinieren der Profile einerseits, sowie das Unterteilen der Stiftzuhaltungen andererseits auf mathematischen Prinzipien aufbauend hergestellt. Das heißt: Da von Hersteller zu Hersteller die Profilvariante durch jeweilige eigene technische Entwicklungen unterschiedlich ist, ist die Stiftzuhaltungs-Unterteilung größtenteils üblich. Am Beispiel DOM soll einmal aufgezeichnet werden, welche Probleme dabei entstehen können. Das konventionelle Profil PP 1024 (Zackenschlüssel) mit 5 Stiftzuhaltungen wird in HS- und GHS-Anlagen im Bedarfsfall mit maximal 35 Einzelprofilen ausgestattet, mit denen 1024 Profilkombinationen möglich sind. Sollte dieses konventionelle System in 6-stiftiger Form in die Schließanlage einfließen, werden maximal 3 x 35 Einzelprofile zum Einsatz kommen, mit denen wiederum 1024 Profilkombinationen möglich sind. Durch verschiedenartige Schließvorstellungen der Endverwender kann es ohne weiteres passieren, daß - falls keine Stiftzuhaltungsunterteilungen eingesetzt werden - mit Profilen allein eine solche Kombination nicht möglich ist. In den Anfängen des Schließanlagenzylinders entschloß man sich also auch mit Zuhaltungsunterteilungen zu arbeiten, was heutzutage von fast allen Herstellern praktiziert wird. In einfacher Form bedeutet dies, daß innerhalb der Schließanlage alle verschieden schließenden Zylinder mit verschieden abgestuften Zuhaltungen versehen werden, die jeweils aus einem federnd gelagerten Gehäuse- und einem Kernstift bestehen. Durch Einlegen von Zuhaltungsplättchen (Stiftzuhaltungsunterteilungen) kann erreicht werden, daß verschiedene Schlüssel den gleichen Zylinder schließen. Je mehr komplizierte Schließvarianten (z. B. Überschneidungen verschiedener Gruppenschlüssel o.ä.) auftauchen, um so mehr Zuhaltungsunterteilungen werden notwendig. Dies gilt für alle auf dem Markt befindlichen Schließanlagensysteme, die mit der herkömmlichen Methode (Profilkombinationen, Stiftzuhaltungn zweigeteilt, gefedert) bestückt werden. |


Der Einzelschlüssel - fast immer aus Stahl, vernickelt - zu solchen Zylinderverschlüssen ist im Fachhandel (z. B. Schlüsseldienst) leicht zu bekommen, weil Schlüssel-Rohlinge dort vorhanden sind. Dieser Normalprofil-Rohling weist meist ein leicht geschwungenes, flammenartiges Längsprofil auf - ist kein Schließanlagen-Profil, wenn es auch vereinzelt für “Schließanlagen“ verwendet wird.