| Standortwahl und Einbau |
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Wie bereits anhand der Statistik aus Großbritannien gezeigt wurde, ist der zweithäufigste Grund für ein Versagen von Rauchmeldern im Brandfall, dass der Rauch die Melder nicht erreichen konnte, weil der nächste Rauchmelder zu weit entfernt lag. Mehrere Rauchmelder wären hier schon eine Lösung gewesen. Darüber hinaus sollen die Geräte aber auch gemäß DIN 14676 und anderen europäischen Normen angebracht werden. Worauf kommt es an bei der Standortwahl für einen Rauchmelder? Ganz einfach: Rauch steigt immer von der Rauchquelle aus gesehen zuerst nach oben auf, und verteilt sich nach Erreichen der Raumdecke gleichmäßig weiter. Deshalb muss ein Rauchmelder immer an der Decke montiert werden und zwar möglichst in der Mitte des Zimmers. Dabei sind folgende Einschränkungen zu beachten: Der Abstand vom Rauchmelder zu Wänden, Ecken, Leuchten und dekorativen Gegenständen wie Balken soll mindestens 50 Zentimeter betragen. Ein unterbrochener Luftstrom oder ein Luftstau („tote Luft“) kann dazu führen, dass der Rauch die Sensoren des Rauchmelders nicht erreicht. ![]() Bei einem Schrägdach sollte der Rauchmelder 90 Zentimeter vom höchsten Punkt des Daches (horizontal gemessen) montiert werden.
In L-förmigen Räumen oder Fluren ist ein Rauchmelder immer in der „Gehrungslinie“ des jeweiligen Raumabschnittes zu installieren. Wichtig: Größere L-förmige Räume sind wie zwei voneinander getrennte Räume zu betrachten.
Räume mit Zwischenwänden oder Raumteilern (gemeint ist ein fast bis zur Decke reichendes Möbel) gelten ebenfalls als getrennte Räume. In Räumen mit Deckenbalken kann der Rauchmelder direkt unter einem der Balken aufgesetzt werden, solange er nicht mehr als 20 Zentimeter nach unten in den Raum hineinragt.
Ist der zum Einbau eines Rauchmelders vorgesehene Balken stärker als 20 Zentimeter, sollte der Rauchmelder mittig in die Deckenfelder gesetzt werden.
Bei verwinkelten Fluren mit einer Breite von höchstens drei Metern sollten zwei Rauchmelder nicht weiter als 15 Meter voneinander entfernt sein. Außerdem sind die Rauchmelder nicht weiter als 7,5 Meter von der Flur-Stirnfläche zu positionieren (siehe nachfolgende Darstellung).
Standortwahl - Hitzemelder Standorte für Hitzemelder sind: Küche, Bad und Garage. Rauchmelder neigen hier zu Fehlalarm. Ähnlich wie Rauch steigt auch Wärme ausgehend von der zugehörigen Wärmequelle senkrecht auf, und verteilt sich gleichmäßig über die gesamte Deckenfläche. Aus diesem Grund sollten auch zu installierende Hitzemelder immer an der Decke und dabei so nah wie möglich an der Mitte des Raumes montiert werden.
Zu meidende Einbaustellen Rauchmelder sollten nicht in Küchen, Bädern, Garagen oder all jenen Bereichen montiert werden, wo sie Koch- oder sonstigen heißen Dämpfen ausgesetzt sind, weil es sonst immer wieder zu Fehlalarmen kommen würde. Rauch- oder Hitzemelder dürfen nicht an folgenden Standorten eingebaut werden:
Installationszeitpunkt Bei Neubauten oder nach Renovierungen sollten die Rauchmelder erst ganz am Schluss eingebaut werden, nachdem alle Arbeiten - einschließlich Bodenbeläge - abgeschlossen sind und das Gebäude vollständig gesäubert wurde. Warum? Übermäßiger Staub und Verschmutzung können die Rauchkammer des Rauchmelders verunreinigen und Fehlalarme auslösen. In solchen Fällen erlischt die Gewährleistung des Herstellers. |









