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SchließanlageAnzahl beliebig vieler einzelner Schlösser bzw. Schließzylinder, die zu einer funktionalen Einheit zusammenfasst sind. Nach dem Aufbau unterscheidet man folgende Schließanlagen: Hauptschlüsselanlage, Generalhauptschlüsselanlage, Zentralschließanlage.SchließblechMechanische Vorrichtung in der Zarge (Türrahmen) einer Tür zum Eingreifen von Falle (Schlossfalle) und Riegel (Schlossriegel) eines Schlosses. In das Schließblech kann auch ein elektrischer Schließblechkontakt (Riegelschaltkontakt) eingebaut werden. Als Sicherheits-Schließblech wird es durch Maueranker mit dem Mauerwerk hinter der Zarge verbunden.SchließplanDarstellung der Schließkompetenzen und des organisatorischen Aufbaues einer Schließanlage. Der Schließplan enthält z.B. folgende Angaben: Raumbezeichnungen, Schließzylinder-Typen, -Längen, -Färbungen, Zahl der Schlüssel, Schließungsnummern für Schließzylinder und Schlüssel, Angaben zur Schließfunktion der Schlüssel, Sonderausstattungen der Schließzylinder. Schließpläne werden mit herstellerspezifischen EDV-Programmen erstellt. Für die Erstellung von Schließplanentwürfen zur Weiterleitung an den Hersteller stehen PC-Programme zur Verfügung.Schließverzögerung (bei Türschließern mit hydraulischer Dämpfung)Zusätzliche Einrichtung zur Dämpfung der Schließgeschwindigkeit.SchließzylinderIn Einsteckschlössern (siehe auch Einsteckschloss) nach DIN 18 250 Teil 1 bzw. DIN 18 251 austauschbar einzusetzendes Bauteil. Der Schließzylinder besteht im Wesentlichen aus dem Zylindergehäuse, dem (den) im Gehäuse drehbar angeordneten Zylinderkern(en), mindestens 5 Stiftzuhaltungen und dem Schließbart. Der Schließbart des Schließzylinders bewegt bei Drehung des Schlüssels den Schlossriegel vor oder zurück und bei Vorhandensein eines Wechsels im Einsteckschloss-mittelbar auch die Falle (Schlossfalle). Die gebräuchlichste Grundlänge bei Schließzylindern (Profil-Doppelzylindern) beträgt 61 mm (symmetrisch 30,5/30,5). Mindestanforderungen an einen Schließzylinder nach DIN 18 252 und 18 254:
SchlossVorrichtung, in Türen, Tore, Behältnissen usw. im Anschlag festzuhalten und gegen unbefugtes Öffnen zu sichern, d.h. zu verschließen (meist mit einem Schlüssel). Man unterscheidet u.a. folgende Arten:
Nach der Einbauart:
Nach dem Verwendungszweck: z.B.
siehe auch Schlossarten. Schlossarten(Auswahl): Einsteckschloss, Kastenschloss, Treibriegelschloss, Querriegelschloss (Doppelriegelschloss), Hangschloss (Vorhängeschloss); Schloss. SchlossbodenTeil, z.B. eines Einsteckschlosses, zur Aufnahme der Befestigungsteile für Drückernuß, Drückernussfeder, Zuhaltungen usw. SchlossdeckeDeckplatte zur Abdeckung des Schlosskastens und seiner Innenteile. Bei Einsteckschlössern der Klasse 1 und 2 muss die Schlossdecke mindestens zweifach befestigt sein, bei Klasse 3 und 4 dreifach. SchlosskastenTeil z.B. eines Einsteckschlosses zur Aufnahme der Einzelteile des Schlosses und ggf. eines Schließzylinderns. Der Schlosskastens muss bei Einsteckschlössern der Klasse 3 und 4 allseitig geschlossen sein und darf nur solche Öffnungen aufweisen, die funktionsbedingt und zur Betätigung und Montage der (genormten) Beschläge erforderlich sind. Schlossklassen für Einsteckschlösser nach DIN 18 251
SchlüsselWerkzeug zum Schließen eines Schlosses
Schlüsselbart (kurz: Bart)Vorderer Teil des Schlüssels, in dem sich die Schließungscodierung des Schlüssels befindet. Schlüsseleinschnitte (in Flachschlüsseln)V-förmige Einschnitte (Kerben) an der Schmalseite des Schlüssels, deren Anzahl und Teilung mit den Stiftzuhaltungen des zugehörigen Schließzylinders übereinstimmt und deren Tiefe mit der Länge der zugehörigen Kernstifte so abgestimmt ist, dass die Kernstifte mit dem Zylinderkerndurchmesser abschließen. Schlüsselkanal (im Schließzylinder)Öffnung im Schließzylinderkern eines Schließzylinders zur Aufnahme des Schlüssels. Der Schlüsselkanal hat zur lagensicheren Führung des Schlüssels einen profilierten Querschnitt. Das Einführen unberechtigter Schlüssel wird durch unterschiedliche Profile verhindert. SchlüsselprofilQuerschnittform des Schlüssels. Das Schlüsselprofil passt zu dem entsprechenden Schlüsselkanal im Schließzylinderkern. In Schließanlagen können auch unterschiedliche Schlüsselprofile in den Schlüsselkanal eines Schließzylinders eingeführt werden, ebenso ein Schlüsselprofil in die unterschiedlichen Schlüsselkanäle verschiedener Schließzylinder. Man spricht in diesem Fall von Profilsätzen (Profilserien); siehe auch parazentrisches Schlüsselprofil. SchlüsselreideKopf (Griffstück) des Schlüssels. SchlüsselsicherheitGrad der Erschwerung gegen die unbefugte Beschaffung von Schlüsselkopien zum Zwecke des Missbrauchs durch gewerbliche Herstellung oder unberechtigte Einzelanfertigung. Die Schlüsselsicherheit wird bestimmt durch die Art des Schlüssels (technischer Kopierschutz) und die Bezugsmöglichkeit von Rohschlüsseln (freie Schlüsselprofile bzw. patentierte = geschützte Schlüsselprofile). Schmierung (von Schließzylindern)Erfolgt mit Graphitpulver oder speziellen, fettfreien Flüssigkeitsschmiermitteln (Spray) etwa 2-mal im Jahr, jedoch nicht mit Öl oder Fett! SchutzbeschlagEine aus folgenden Teilen bestehende Türgriffgarnitur: Außenschild, Innenschild, Verbindungselement zwischen Außen- und Innenschild, Türgriff am Innenschild, ggf. Türgriff oder feststehender Knopf (Ziehknauf) oder Stoßgriff (Griffplatte) am Außenschild, ggf. zusätzliche Abdeckung des Schließzylinders. Der Schutzbeschlag Schutz insbesondere den im Einsteckschloss eingebauten Schließzylinder und den Tourstift des Einsteckschlosses gegen gewaltsame Überwindung. Schutzbeschläge werden nach DIN 18 257 in drei Widerstandsklassen eingeteilt (ES 1 bis ES 3). SchwenkriegelRiegel eines Einsteckschlosses, der nicht wie üblich 1- oder 2tourig vorgeschoben, sondern mit einer 360°-Schlüsseldrehung (1-tourig) seitlich um 90° ausgeschwenkt (ausgeklappt) wird. Schwenkriegelschlösser haben einen langen Riegelausschluss, der mindestens einem zweitourigen Riegelausschluss herkömmlicher Einsteckschlösser entspricht. Schwenkriegel werden meist in Rohrrahmenschlössern verwendet, für die nur geringe Dornmaße (20, 25,30,35 mm) möglich sind. Sicherheits-Türschild (siehe auch Schutzbeschlag)Tür-Beschlaggarnitur mit Außen- und Innenschild, wobei das Außenschild den aus dem Türblatt ragenden Schließzylinder so umfassen sollte, dass dieser mit dem Außenschild bündig abschließt. Ein Überstand bis 3 mm maximal ist jedoch zulässig. Die Befestigung des Außenschildes mit dem Innenschild erfolgt von der Innenseite der Tür mit hochzugfesten Schrauben. SicherheitsschließblechUm 90° gewinkeltes, mindestens 40 mm langes Schließblech mit einer Materialdicke von mindestens 3 mm und ausreichender Befestigugsmöglichkeit, vorzugsweise mit Mauerverankerung. In das Sicherheitsschließblech in der Zarge greifen Riegel und Falle ein. SicherheitsschlossFälschlich oft als Gattungsbegriff für Schlösser mit Schließzylinder verwendete Bezeichnung. Ein schloss mit Schließzylinder wird jedoch erst dann zum „Sicherheitsschloss“, wenn es eine für den vorgesehenen Einsatzzweck ausreichende Einbruchsicherheit, Aufsperrsicherheit, Abtastsicherheit, Nachschließsicherheit und Schlüsselsicherheit hat. Sicherungskarte (auch: Sicherungsschein, Schließanlageschein, Berechtigungsschein)Dokument, das zu einer Schließanlage oder einem einzelnen Schließzylinder ausgestellt wird und nur den Besitzer des Dokuments zum Bezug von Ersatzschlüsseln und/oder Schließzylindern zur betreffenden Schließung oder Schließanlage berechtigt; siehe auch Legitimationsausweis. Sperrbügel (bei Kastenschlössern)Funktion:
Sperrbügel-EinsteckschlossEinsteckschloss mit integriertem Sperrbügel StangenschlossSchloss, bestehend aus einem Schlosskasten (meist auf der Öffnungsseite der Tür in Türmitte montiert) und zwei (langen) senkrechten Stangen (Riegeln), die über die ganze Türhöhe verlaufen und oben und unten in Schließkästen bzw. Schließbleche eingreifen. Beide Stangen (Riegel) werden gleichzeitig über einen Schließzylinder im Schlosskasten (von innen oder außen) betätigt. StiftzuhaltungenSperrorgan (von Schließzylindern), bestehend aus Kernstift, Gehäusestift, Stiftfeder und ggf. Aufbaustift. Die Stiftzuhaltungen lassen die Drehung des Schließzylinderkerns nur zu, wenn der zum Schließzylinder gehörende Schlüssel eingeführt ist und sich dabei die Stiftzuhaltungen gegen die Federkraft so verschieben, dass deren Trennungsebenen die Mantelfläche des Zylinderkerns berühren. Stufensprung (bei Schließzylindern)Kleinster Nennmaßunterschied zwischen unterschiedlichen Schlüsseleinschnitten bzw. der Maßunterschied zwischen einer Kernstiftlänge und der nächsten; siehe auch Schließung. StulpFrontblech bei Einsteckschlössern zur Durchführung von Riegel und Falle aus dem Schlosskasten und zur Befestigung des Einsteckschlosses im Türblatt mit jeweils einer oder mehreren Befestigungsschrauben oberhalb und unterhalb des Schlosskastens. Die Befestigungsschrauben werden durch Bohrungen im Stulp-(Blech) geführt. Der Stulp ist vom Hersteller an mindestens drei Stellen am Schlosskasten dauerhaft zu befestigen. Stulpschraube (bei Schließzylindern)Das Befestigungsmittel des Schließzylinders im Schlosskasten. |
